Bund privatisiert Autobahnteilstücke

Jetzt sollen private Investoren stärker am Ausbau der Autobahnen beteiligt werden. Das sagte unser aller Verkehrsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) der Süddeutschen Zeitung.
Insgesamt seien sechs neue Vorhaben geplant.

Nun ja, sicher ist die Privatisierung kein Allheilmittel. Diese ermöglicht es aber dem Staat, Autobahnen ohne neue Schulden ausbauen zu können.

Andere Länder zeigen, dass Autobahnen die in privater Hand sind, wesentlich effizienter betrieben werden.
So blockieren z.B. in Frankreich keine Baustellen monatelang unnützerweise den Verkehr und Tagesbaustellen werden in verkehrsschwache Zeiten verlegt.

Ausserdem sollte eine Pkw – Maut auf diesen privatfinanzierten Strecken eingeführt werden.
Denn es ist nicht einzusehen, warum Leute, die diese Straßen benutzen, nicht auch dafür bezahlen sollen.

3 Antworten

  1. Das mit den eeeeeeewig dauernden Baustellen kann ich eh nicht nachvollziehen. Des dauert x Stunden eine Baumaßnahme durchzuführen. Wo ist das Problem mehr Leute einzusetzen. Die Kosten dürften doch gleich bleiben. Manchmal denke ich der Scheiss ist so gewollt.
    Ich ärgere mich ja fast ausschliesslich privat über diesen Käse, aber als beruflicher Fahrer muss das doch schlichtweg zum Kotzen sein.

  2. ich glaube nicht das die baustellen wesentlich besser werden, werden doch auch jetzt schon komplexe berechnungen gemacht um den bestmöglichen zeitpunkt zu bestimmen.
    wir bezahlen autobahnnutzung ja schon über steuern, würde maut kassiert wäre die steuer dann ja wohl hinfällig.

  3. Ein ziemlich unfairer Vergleich wenn man ausländische Autobahnen mit deutschen vergleicht. Deutsche Autobahnen zählen in Europa nicht nur zu den ältesten, sondern auch zu den am meisten befahrensten.

    Ich kenne genug Fahrer die z.B. von den Autobahnen in Holland schwärmen. Dabei wird dann immer verschwiegen das diese Autobahnen oft erst in den 70er und 80er Jahren gebaut wurden, demnach meist 20-40 Jahre jünger sind als die deutschen Autobahnen.
    Deutsche Autobahnen führen oft auch durch sehr dicht besiedeltes Gebiet. Nehmen wir mal als Beispiel die A2, A40 oder A3 und A42. Da ist i.d.R. kein Platz um noch eine Spur dran zu bauen. Und wenn doch, dann ist das mit erheblichen Aufwand verbunden.
    Und wann ist z.B. auf der A2 mal eine „verkehrsschwache Zeit“? Da habe ich schon nachts um 2 im Stau gestanden weil eine von 3 (!) Spuren gesperrt war.

    Die privaten Autobahnbetreiber würden sich nur die Rosinen raus picken. Die Autobahnen die einfach, günstig und schnell zu bauen wären, dabei aber satte Gewinne abwerfen würden.
    Kein privater Investor würde z.B. den Aus- und Umbau der A2 bei Hamm übernehmen. Kein privater Investor würde die Verbreiterung der A40 auf 6 Spuren finanzieren. Denen wäre das Risiko einfach viel zu groß und der Gewinn zu klein.
    Private Investoren würden wahrscheinlich nur Brücken und Tunnel bauen bei denen abzusehen ist das man in den nächsten 20, 30 oder 40 Jahren nicht viel Geld investieren müsste, die aber so goldrichtig gelegen sind, dass kein Auto an ihnen vorbei kommt.

    Deutschland sollte mal ein wenig den Transitverkehr schröpfen. Dann würde auch keiner auf die Idee kommen 2 Paletten Klopapier mit dem 40 Tonner von Warschau nach Paris zu kutschieren.

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