Links und Rechts der (Daten-)autobahn

Diskussion um Klima- und Umweltschutz
Keine Arbeit, trotzdem Lohn
Schweizer Fahrer – Forum

Gestresste Fernsehmacher

Auf der Website des Nachrichtensenders „n-tv“ erschien am 21. Juli 2008 ein Beitrag mit der Überschrift „Unterwegs im Land der LKW„.
Was wie ein spannender Bericht über meine Tätigkeit klingt, entpuppt sich als eine immer wiederkehrende Geschichte über „rollende Wände aus dicht hintereinanderfahrenden Lastwagen!

In dieser Geschichte heißt es u.a.: „Auch Staus werden durch den Güterverkehr alltäglicher.

Aha! Es ist also noch nicht bis in die Redaktionsstuben dieses Senders vorgedrungen, dass Staus bereits alltäglich sind.
Nur wann entstehen denn die meißten Staus: zum Berufsverkehr, wenn alle mit dem PKW zur Arbeit fahren.
Weiterhin am Freitag- b.z.w. Sonntagabend, wenn die Pendler unterwegs sind. Dann natürlich am Samstag und Sonntag in der Ferienzeit, wenn für LKW ein Fahrverbot gilt.

Aber es ist natürlich viel einfacher, nach einem einzigen Schuldigen für den täglichen Stau zu suchen…

Die Ernüchterung

Gestern abend meldete sich ein türkischer Lkw – Fahrer bei der Polizei in Straelen und gab an, Klopfgeräusche aus seinem Sattelanhänger zu vernehmen.

Als Polizisten daraufhin nachschauten, entdeckten Sie zwei Männer im Alter von 18 und 32 Jahren, die indischer und pakistanischer Herkunft sind. Beide verfügten über keinerlei Grenzübertrittspapiere.

Neben einem Strafverfahren welches die Männer nun erwartet gaben sie an, dass sie eigentlich versteckt auf dem LKW nach Spanien fahren wollten. Die zur Zeit in Deutschland herrschenden, hohen Temperaturen ließen sie vermuten, dass sie sich in Spanien befänden, bevor sie sich durch Klopfen bemerkbar machten.

„Brotzeit ist de scheanste Zeit, ond wenn ma zom Essa schreit.“

Ich hatte heute abend keinen Bock, meinen „Feierabend“ auf einer Autobahnraststätte zu verbringen. Also folgte ich dem Hinweisschild „Autohof“ und kehrte im „Euro Rastpark Jettingen – Scheppach“ ein.

Das ich Parkgebühren zahlen muß, war mir klar – aber nicht doch gleich 10 Euro…

Hier schlafen?
Ja!
Macht 10 Euro!
Hä?
Ich sagte 10 Euro!
Ihr habt Sie doch nicht mehr alle!
Was kann ich denn dafür? Jeder macht mich an!
„Ja klar, Du kassierst doch die Kohle ein!
Du kannst dafür Essen gehen!
Ja ja…!

Also löhnte ich die zehn Euro, suchte mir einen Parkplatz auf dem für diese Zeit (19.30 Uhr) relativ leeren Parkplatz und beschloss (trotz Diätplan) den Gutschein „auf den Kopf zu hauen“.
Also auf ins Restaurant…

Dort angekommen dachte ich, es wäre geschlossen. Aber nein: an zwei Tischen saßen tatsächlich Gäste – pro Tisch einer.
Gerade wollte ich an einen der freien Tische Platz nehmen, da stürmte bereits eine Bedienung auf mich zu und fragte, was ich denn trinken möchte.
Ich antwortete, dass ich erst in die Karte schaue.

Kaum war Sie verschwunden, kam eine zweite Bedienung und fragte, was ich denn trinken möchte.
Meine Antwort? Richtig – ich möchte gerne erst in die Karte schauen.

Sie schaute mich mit großen Augen an und sagte: „Normal wollen alle gleich ein Bier!
„Dann bringen Sie mir halt ein Bier!“

Später bestellte ich ein „Cordon Bleu“. Das Teil wurde schon nach ca. 5 Minuten serviert – so schmeckte es auch.
Vom Buffett wollte ich mir einen kleinen Salat holen. Über den offenen Schüsseln kreiste jedoch eine Armada Mücken, also begab ich mich ohne Salat an den Tisch zurück.

Dann betraten zwei Engländer das Restaurant. Ihr erster Weg führte an die Salatbar. Irgendwie waren denen die Mücken egal.
Sie luden sich die Schüsseln voll und begaben sich an einen der in genügend Anzahl vorhandenen freien Tische. Natürlich war sofort eine Bedienung zur Stelle – dumm nur, wenn diese kein Englisch spricht.
Den Akt der Bestellung kann ich nicht mehr wieder geben, dass muß man gehört haben :-).
Immerhin lenkte es mich ein wenig von meinem aufgewärmten „Cordon Bleu“ ab…

LOMO meldet Insolvenz an

LOMO meldet Insolvenz an!

Nun ja, irgendwie habe ich es schon am Montagvormittag geahnt – denn da kamen die ersten Besucher mit Suchbegriffen wie „LOMO insolvenz“, „lomo bad hersfeld“, „LOMO pleite“ oder „lomo bankrott“ auf diese Seite ( für die Suchbegriffe kann ich nichts 😉 ).

Seit gestern ist es amtlich: Das Mineralölunternehmen LOMO Lorenz Mohr hat Insolvenz angemeldet.

Der Insolvenzantrag ging bereits am 25. Juli beim Amtsgericht Bad Hersfeld ein.
Zum Insolvenzverwalter wurde Rechtsanwalt Kai Dellit aus Erfurt von der Kanzlei Hww Wienberg Wilhelm bestellt. Grund für die Insolvenz ist offenbar eine Überschuldung des Unternehmens.
Dellit zeigte sich jedoch „vorsichtig optimistisch“, dass die mittelständische Firma gerettet werden könnte.

Erste Folge der Insolvenz: Die LOMO-Card wird an Tankstellen ab sofort nicht mehr akzeptiert. Darum können viele Lkw-Fahrer ihre Tankstellen-Rechnungen mit dieser Karte nicht mehr begleichen.

Wer oder was ist eigentlich LOMO?

Die Firma wurde 1892 vom Kaufmann Lorenz Mohr in Bad Hersfeld gegründet und ist mit etwa 415 Mitarbeitern mittlerweile einer der größten privaten Tankstellen-Betreiber Deutschlands. Sie betreibt 16 Autohöfe in Deutschland, Österreich und Ungarn sowie ein europaweites Tankkarten-Geschäft.
Dazu kommt ein Netz von etwa 50 Tankstellen in Hessen und Thüringen.

500 Dollar Bußgeld

Manuel Castillo wohnt in Kalifornien, ist seit 20 Jahren Lastwagenfahrer und hat in dieser Zeit die gesamten Vereinigten Staaten „bereist“.
Nun passierte dem US-Bürger lateinamerikanischer Abstammung etwas (nach seiner Meinung) schier unglaubliches: die Verkehrsbehörden im Staat Alabama verhängten eine Geldstrafe von 500 Dollar gegen Ihn, weil er nicht gut genug Englisch spricht.

Das ist einfach nicht fair„, beklagte sich Castillo in einem Interview, dass er in seiner spanischen Muttersprache gab. „Ich habe mir im Straßenverkehr absolut nichts zuschulden kommen lassen, und ich habe mit den Behörden auch völlig normal kommuniziert.

Dies sah der diensthabende Polizist in Alabama allerdings anders. Er fand bei dem Routinestopp, dass Castillo mangels Sprachproblemen keine seiner Fragen hinreichend beantworten konnte und verhängte deshalb die zulässige Höchststrafe.

Das Bundesrecht in den USA schreibt vor, dass Berufsfahrer die englische Sprache gut genug beherrschen müssen, um jederzeit mit der Polizei kommunizieren zu können.
Zu kontrollieren ist dies jedoch kaum – es sei denn, ein Lastwagen wird aus irgendwelchen Gründen angehalten. Dann allerdings drohen Geldstrafen bis zu 500 Dollar.

Wie sieht es eigentlich in Deutschland aus? Auch hier müssen einheimische LKW-Fahrer die Landesprache künftig besser beherrschen als bisher.

Demnach kann der LKW-Führerschein zwar weiterhin auch in anderen Sprachen absolviert werden.
Um aber die Qualifikation zum gewerblichen Führen von Kraftfahrzeugen zu erhalten, ist von September 2009 an gemäß einer EU-Richtlinie eine umfangreiche Zusatzprüfung notwendig.
Dabei soll unter anderem theoretisches Wissen zu den Bereichen Verkehr, Fahrzeugtechnik und Sicherheit abgefragt werden und diese Prüfung findet nur auf Deutsch statt.

Wer seinen gewerblichen Führerschein allerdings schon in der Tasche hat, darf auch künftig Lastwagen fahren, selbst wenn es um seine deutschen Sprachkenntnisse schlecht bestellt ist.
In einem Transitland wie Deutschland wird es ohnehin immer Fahrer auf den Autobahnen geben, die die Landessprache nicht beherrschen.

Truckstar Festival Assen

Das Truckstar Festival wurde 1981 ins Leben gerufen und fand zum ersten Mal in den Groenoordhallen in Leiden statt. Zwei Jahre später zog das Festival nach Zandvoort um, wo es einige Jahre stattfand. Seit 1992 wird das Festival auf dem TT-Circuit in Assen abgehalten.

An diesem Wochenende ist die Rennstrecke von Assen wieder einmal Treffpunkt für viele Trucker aus ganz Europa.

Zu den Bildern >>>