„Brotzeit ist de scheanste Zeit, ond wenn ma zom Essa schreit.“

Ich hatte heute abend keinen Bock, meinen „Feierabend“ auf einer Autobahnraststätte zu verbringen. Also folgte ich dem Hinweisschild „Autohof“ und kehrte im „Euro Rastpark Jettingen – Scheppach“ ein.

Das ich Parkgebühren zahlen muß, war mir klar – aber nicht doch gleich 10 Euro…

Hier schlafen?
Ja!
Macht 10 Euro!
Hä?
Ich sagte 10 Euro!
Ihr habt Sie doch nicht mehr alle!
Was kann ich denn dafür? Jeder macht mich an!
„Ja klar, Du kassierst doch die Kohle ein!
Du kannst dafür Essen gehen!
Ja ja…!

Also löhnte ich die zehn Euro, suchte mir einen Parkplatz auf dem für diese Zeit (19.30 Uhr) relativ leeren Parkplatz und beschloss (trotz Diätplan) den Gutschein „auf den Kopf zu hauen“.
Also auf ins Restaurant…

Dort angekommen dachte ich, es wäre geschlossen. Aber nein: an zwei Tischen saßen tatsächlich Gäste – pro Tisch einer.
Gerade wollte ich an einen der freien Tische Platz nehmen, da stürmte bereits eine Bedienung auf mich zu und fragte, was ich denn trinken möchte.
Ich antwortete, dass ich erst in die Karte schaue.

Kaum war Sie verschwunden, kam eine zweite Bedienung und fragte, was ich denn trinken möchte.
Meine Antwort? Richtig – ich möchte gerne erst in die Karte schauen.

Sie schaute mich mit großen Augen an und sagte: „Normal wollen alle gleich ein Bier!
„Dann bringen Sie mir halt ein Bier!“

Später bestellte ich ein „Cordon Bleu“. Das Teil wurde schon nach ca. 5 Minuten serviert – so schmeckte es auch.
Vom Buffett wollte ich mir einen kleinen Salat holen. Über den offenen Schüsseln kreiste jedoch eine Armada Mücken, also begab ich mich ohne Salat an den Tisch zurück.

Dann betraten zwei Engländer das Restaurant. Ihr erster Weg führte an die Salatbar. Irgendwie waren denen die Mücken egal.
Sie luden sich die Schüsseln voll und begaben sich an einen der in genügend Anzahl vorhandenen freien Tische. Natürlich war sofort eine Bedienung zur Stelle – dumm nur, wenn diese kein Englisch spricht.
Den Akt der Bestellung kann ich nicht mehr wieder geben, dass muß man gehört haben🙂.
Immerhin lenkte es mich ein wenig von meinem aufgewärmten „Cordon Bleu“ ab…

5 Antworten

  1. Um die 10 Euro „Parkgebühren“ in Relation sehen zu können, wären die Preise recht interessant, den die da für den Essensersatz aufrufen.

  2. Ein „Tagesessen“ gibt es für Euro 9.90. Dazu ein oder zwei Getränke und schon zahlt man knapp 15 Euro.

    Dieses „Cordon Bleu“ kostete knapp 12 Euro, mit Getränk ist man auch bei knapp 15 Euro.
    Der oben beschriebene kleine Salateller kostet auch 1.50 oder 2 Euro (so genau weiss ich das nicht mehr).
    Dann kommen Gebühren für Duschen (2-3 Euro) sowie für die Toilettenbenutzung (jeweils 50 Cent, nur durch ein Drehkreuz erreichbar) hinzu.

    Schon ist man bei einem Betrag von rund 20 Euro angelangt – wohlgemerkt nur am Abend und nur für eine Person.

  3. Die vermutlich nicht der AG übernimmt, oder?

  4. Die vermutlich nicht der AG übernimmt, oder?

    Nein, die zahle ich selber, denn dafür gibt es ja eigentlich Spesen. Nur reichen eben diese Spesen durch solche Ausgaben nicht mehr aus.

  5. Für die Spesen hätte es vermutlich nur einen halben Salat OHNE Mückenbeilage gegeben …😦

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