Deutrans

Die Deutsch-Russische Transport-Aktiengesellschaft (DERUTRA) war ein bilaterales Speditions- und Transportunternehmen der ehemaligen Sowjetunion und der Weimarer Republik.

Deruta wurde infolge des Vertrages von Rapallo am 8. Juli 1925 gegründet um den steigenden Warenaustausch zwischen dem Deutschen Reich und der Sowjetunion zu koordinieren, darunter auch Waffenlieferungen. Deutscher Vertragspartner war die HAPAG.

Deutrans

Deutrans

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die DERUTRA am 26. März 1946 in Ost-Berlin wiedergegründet.
Die Hauptaufgabe des Unternehmens mit Zweigstellen in den Städten Rostock, Wismar und Stralsund lag in der Durchführung und Sicherung aller Reparations- und Außenhandelstransporte zwischen der Sowjetischen Besatzungszone in Deutschland, später der Deutschen Demokratischen Republik (DDR) und der Sowjetunion.
Am 1. Januar 1954 wurde das Unternehmen der DDR übergeben und bildete dann den Volkseigenen Betrieb VEB Deutrans Internationale Spedition.

Später wurde die DEUTRANS auch Partner der DDR-Fluggesellschaft Interflug.

Mit der Bildung eines Kombinates im Jahre 1979 änderte sich die Bezeichnung in „VE Kombinat Deutrans“ mit Sitz in Berlin.
Deutrans-Fahrzeuge waren nicht nur in den Kraftverkehrsbetrieben der 15 Bezirksstädte stationiert sondern auch in kleineren Außenstellen.
Entscheidend bei der Auswahl der Station war die am jeweiligen Standort für den Export produzierende Industrie.

Seit 1992 gehört die größte staatliche Spedition der Geschichte an.

Eingesetzte Fahrzeugtypen waren beispielsweise Volvo, MAN, Magirus Deutz, Ford, Iveco und Mercedes Benz.

Deutrans

In den Anfangsjahren fuhren auch Saviem und Leyland für die internationale Spedition. Später kamen, neben den aus dem NSW importierten LKW, auch Lastwagen der Marken Jelcz und Liaz aus dem sozialistischen Lager hinzu.

Aufbauten und Auflieger wurden, wohl aus Kostengründen in großen Stückzahlen von Budamobil/Ungarn, aber auch von LAG/Belgien; Orthaus, Ackermann-Fruehauf, Schmitz, Gofa und Goldhofer aus der Bundesrepublik beschafft.
Zum Einsatz kamen Pritsche/Plane, Koffer- und Kühlaufbauten, Silo-, Gas-, Tank- sowie Schüttgut- und Schwerlastauflieger. Auch Volumenzüge mit Topsleeper-Kabine hat es bei Deutrans unterschiedlicher LKW-Marken gegeben.
Übrigens waren die Fahrzeuge nicht immer mit Deutrans-Beschriftung unterwegs, sondern wurden auch mit Werbeschriftzügen der unterschiedlichsten DDR-Marken versehen.
Hierbei musste der Herstellerbetrieb der Marke mit der ein LKW beschriftet war, nicht unbedingt in der Nähe des Stationierungsortes liegen.

Als größter Standort ist Potsdam zu erwähnen, wo zuletzt über 160 Fahrzeuge verschiedenster Art beheimatet waren.
Von dort wurde wohl auch der Großteil der Ford Escort-Kastenwagen (Courier)und Ford Transit, die für den Kurier- und Express-Zustelldienst beschafft worden waren, eingesetzt.

Im Jahre 1990 endete für Deutrans der Status als Kombinat,unter Treuhandverwaltung erfolgte eine Aufteilung in mehrere GmbHs.

Deutfracht,seit vierzig Jahren im Seeverkehr tätig,nahm als GmbH den Straßentransport nach Polen,in die Gus und das Baltikum auf,im speditionellen Bereich schloß Deutrans mit der Lassen GmbH Hamburg einen Joint-Venture-Vertrag und firmierte als LEP-Lassen GmbH Berlin .

Zur Abwicklung der Transporte standen in den neuen Bundesländern 23 Niederlassungen und Außenstellen sowie ein 70 Routen umfassendes LKW-Stückgutnetz zur Verfügung.
Aus dem Potsdammer Betrieb IGK ging die“ Truck und Service GmbH Potsdam“ (TSP) als Partner der Firma Logsped hervor.
1991 verfügte TSP über 86 Fernlastzüge und 9 Nahverkehrsfahrzeuge .
Einen Großteil der Tank-und Silofahrzeuge von Deutrans,stationiert im ehemaligen Kraftverkehr Bitterfeld , übernahm die auf Flüssiggut spezialisierte Fachspedition Hoyer.
Die mit der Fahrzeugkoordinierung betraute frühere Leitfiliale in Halle dient nun der Firma Hoyer als Zentraldepot in Mitteldeutschland.

Im Jahr 1991 übernahm der Unternehmer Harry W. Hamacher die Deutrans-Niederlassung in Budapest,das dort tätige Personal wurde aufgrund seiner Erfahrungen auf dem ungarischen Markt weiterbeschäftigt.
Mit den GmbHs Unifracht und Baltic Sped entstanden weitere Tochterunternehmen,die sich im Seeverkehr und Container-Trucking befassen.

Das Hamburger Familienunternehmen August Homann GmbH gründete gemeinsam mit der Rostocker- Deutrans -Filiale die Spedition Homtrans GmbH.
Nach dem Verkauf der Deutrans-Anteile an die jeweilige Partner wurde 1992 der Geschäftsbereich des ehemaligen Kombinates aufgelöst.

Das Kombinates Deutrans verfügte anfang 1990 über insgesamt 1190 Volvo , 203 Mercedes , 120Magirus , 40 MAN , 5 Iveco , 1 Faun , 38 Saviem , 155 Leyland sowie über 1784 Anhänger und Auflieger aus dem NSW, und 3022 Liaz , 780 Jelcz , sowie 3660 Anhänger und Auflieger aus RGW-Staaten .

Noch 1990 beschaffte Deutrans 40 neue MAN Sattelzüge , erstmals mit Aufliegern der Firma Schmitz .
Allein für den geschäftlichen Bereich und für die Verwaltung waren 3142 Mitarbeiter tätig.

Deutrans

Deutrans – Modell:herpa 148030 – Iveco Planenhängerzug Deutrans

herpa 150262 – MAN F90 Tank-Sattelzug Deutrans

DVD – Tipp:DDR Nutzfahrzeugbau IFA-W50

Eine Antwort

  1. Grosartig:Grösste Spedition der Welt?

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