Zu wenig Parkplätze nerven

Nichts stört Lkw-Fahrer so sehr wie die nächtliche Parkplatzsuche auf Rasthöfen.
Laut einer Umfrage des ADAC Truck Service auf dem diesjährigen Truck Grand Prix am Nürburgring sind zwei Drittel aller Brummi-Fahrer von dem Stellplatzmangel genervt. Auf Rang zwei der Stimmungskiller liegen mit 53 Prozent die hohen Kraftstoffpreise und die damit einhergehende Angst um den eigenen Arbeitsplatz.
Eine Ausweitung des Lkw-Überholverbots stößt bei rund 39 Prozent der Befragten auf Missstimmung, die Einführung einer tageszeitabhängigen Mauterhöhung wird von 24 Prozent als Frustquelle genannt.

Zu den positiven Aspekten ihres Berufes zählen rund 41 Prozent der Brummi-Lenker das Unterwegssein. Die damit assoziierte Freiheit und die Entfernung vom Chef heben bei 31 Prozent die Stimmung.

Mehr als elf Prozent der Umfrageteilnehmer können ihrem Arbeitsalltag nichts Positives abgewinnen.

Sonntagsfahrverbot

Ob Staus, Unfallzahlen, Abgasemissionen oder Straßenschäden – immer wieder zeigen Öffentlichkeit, Medien und Politiker mit dem Finger auf den Lkw – Fahrer.

Bestes Beispiel ist das Sonntagsfahrverbot: regelmäßig wird in den Medien darüber philosophiert, warum auch am „heiligen Sonntag“ auf Deutschlands Fernstraßen Lkw unterwegs sind.

Aber worauf beruft sich eigentlich diese Kritik?

Es gibt keine aussagekräftigen Erhebungen über die Zahl der erteilten Sondergenehmigungen.
Weder der „Bundesverband Güterkraftverkehr“ noch das „Statistisches Bundesamt“ oder die „Bundesanstalt für Güterverkehr“, auch nicht der „ADAC“ oder das „Bundesverkehrsministerium“ können Angaben nach konkreten Daten machen oder zumindest Schätzungen geben.

Die Zahl der von Ordungsämtern und anderen zuständigen Länderstellen erteilten Ausnahmegenehmigungen wird nicht übergreifend erfasst.
Die Kritik beruft sich demnach auf eine „gefühlte Empfindsamkeit“.

Dabei will ich gar nicht ausschließen, dass die Zahl der Sonntagsfahrer tatsächlich zugenommen hat. Bei dem rasanten Anstieg des Straßengütervolumens ist das nur logisch.
Die Lkw – Fahrer oder „dreisten Spediteure“ die sich die freie Fahrt erkaufen (laut „SAT1 – Automagazin) dafür verantwortlich zu machen, ist aber ein Fehler.

Die willkürliche Vergabepraxis der Ordnungsämter lässt dem Lkw – Unternehmer oft keine andere Wahl als zu versuchen, Sonntagsfahrgenehmigungen zu bekommen.
Erhält der Unternehmer diese Genehmigung nicht bei „seinem“ Ordnungsamt, dann bekommt diese mit Sicherheit der Konkurrent bei seiner zuständigen Stelle.

Die Bereitschaft von Städten und Gemeinden ist groß, bei der Vergabe auch mal „ein Auge zuzudrücken“, spülen doch diese Genehmigungen ein hübsches Sümmchen in die Haushaltskasse.

…mal wieder Frankreich

An 2 Tagen in dieser Woche war Frankreich angesagt. In welchem anderen Land gibt es so viel Kunst und Kultur – sei es in den Städten:

auxerre.jpg

auf dem Land (das erste Bild ist nicht ganz ernst gemeint ):

citroen.jpg muehle.jpg

oder an der Autobahn:

autobahn.jpg autobahn1.jpg autobahn2.jpg

Das letzte Bild wurde nicht im Euro Disney aufgenommen, sondern auf einer Raststätte.

Womit ich beim Thema wäre: Rastanlagen an französischen Autobahnen sind beispiellos: sowohl in Ihrer Lage als auch in Ihrer Größe.
Da ist es mir egal, was die Tester des ADAC in Ihren jährlichen Raststättentests zu bemängeln haben. Für mich zählt (logischerweise) die Lage (weit weg von der Autobahn) und Anzahl der Parkplätze.

Mal wieder Thema Parkplatz…

In Frankfurt/M. trafen sich letzte Woche hochrangige Vertreter von Politik, Wirtschaft und Verbänden, um sich des Parkplatzproblems anzunehmen.

Ein Ministerialdirigent aus dem Bundesverkehrsministerium (Claus-Dieter Stolle) ließ dabei Sätze fallen wie: „Wir wurden vom LKW-Verkehr überrollt.“ Dabei tat er so, als ob offensichtliche Ursachen für den Parkplatzmangel wie die EU-Osterweiterung und die neuen Lenk- und Ruhezeiten aus heiterem Himmel über Deutschland hereingebrochen wären.
Das ist ein Armutszeugnis und zeigt mal wieder die Inkompetenz von Leuten, die an verantwortlicher Stelle „sitzen“.

Selbst der ADAC hat es mittlerweile mitbekommen, dass mehr als 10 000 Stellplätze fehlen und das bereits heute Lkw-Fahrer an Auffahrten oder auf Standstreifen am Rande parken müssen, um ihre vorgeschriebenen Ruhezeiten einhalten zu können.
Auch wenn es dem Club wohl dabei vorrangig um die Sicherheit von Pkw – Fahrern geht (die dabei wirklich gefährdet ist).

Aber so bleibt dieses Thema wenigstens aktuell.

Dazu passt auch, dass Mitarbeiter der 29 Autobahnmeistereien von Straßen.NRW Anfang März in der Nacht ausrücken, um die Zahl der parkenden Lkw zu zählen.