Fahrverbot in Frankreich

Am kommenden Freitag (15. August) ist in Frankreich Feiertag. Daher gilt an diesem Tag bei den französischen Nachbarn ein generelles Fahrverbot für Lkw ab 7,5 Tonnen.

In der Zeit zwischen 00:00 Uhr und 22:00 Uhr dürfen somit Lastkraftwagen mit einem zulässigen Gesamtgewicht über 7,5 Tonnen sowie Lkw mit Anhänger nicht verkehren.

Auch in Österreich besteht am Freitag ein Lkw – Fahrverbot. Deshalb müssen sich Autofahrer auf einen kilometerlangen LKW-Stau auf der Autobahn A8 München in Richtung Salzburg einstellen.

Wegen eines Fahrverbots in Österreich für Lastwagen über 7,5 Tonnen sei erfahrungsgemäß ab Freitagmittag mit einem erheblichen LKW-Rückstau am Grenzübergang Bad Reichenhall (Walserberg) zu rechnen, teilte das bayerische Innenministerium am Donnerstag mit.
Die Behinderungen würden bis weit über die Anschlussstelle Bad Reichenhall reichen, eine Normalisierung der Verkehrslage werde erst ab 23.00 Uhr erwartet.

Das Innenministerium empfiehlt, den Grenzübergang am Feiertag zu umfahren.

RP Kassel optimistisch

Im Mai hatte das Kasseler Verwaltungsgericht die Sperrung für den Schwerlastverkehr auf den Nordhessischen Bundesstrassen B3, B7, B27 und B 400 aufgehoben. Das Urteil ist allerdings noch nicht rechtskräftig.
Damit gilt das Transitverbot nach wie vor, obwohl viele Anwohner bereits eine angebliche Zunahme des Lkw-Verkehrs registriert haben.

Die Richter hatten ihre Entscheidung damit begründet, dass die Datenlage zu dünn gewesen sei, um eine zusätzliche Belastung zu belegen und darauf ein Verbot zu gründen.

Das RP Kassel begründet den Berufungsantrag jetzt unter anderem damit, dass es vor Einführung der Lkw-Maut und damit vor der Zeit, als Lastwagenfahrer vor der Maut flüchteten und auf Bundesstraßen auswichen, „schlechterdings nicht möglich war, aussagekräftige Zahlen über die zusätzliche Belastung zu erhalten“, erklärte der Sprecher des Kasseler Regierungspräsidiums Michael Conrad.
Darum hält das RP die vorgelegten Zahlen als Begründung für das verhängte Durchfahrverbot für ausreichend.

Anwohner und Lkw

Die Anwohner wollen Ihre Ruhe haben, nur wie kommen Lkw zu diesem Werk?

Oder zu diesem Einkaufsmarkt?

keine lkw

keine lkw

Anmerkung: hier geht es um keine starkbefahrene Bundesstrasse, sondern nur um pure Hysterie.
Es gibt keinen „Mautausweichverkehr“ – diese Landesstrasse (L 1016 Mühlhausen/Th. – Eisenach) wird nur vom regionalen Schwerverkehr befahren.

Lkw, die von Eisenach Richtung Mühlhausen müssen, werden schon in Eisenach durch Schilder umgeleitet (über Bad Langensalza), so das diese nicht durch diesen Ort müssen.

Fronleichnam ist Zahltag

Anlässlich des gesetzlichen Feiertages „Fronleichnam“ am morgigen Donnerstag besteht in einigen Bundesländern ein Fahrverbot für LKW über 7,5t sowie Anhänger hinter LKW.
Deshalb verwundert es nicht, dass z.B. die Autobahnpolizei Köln verstärkte Kontrollen des Schwerlastverkehr durchführen wird.

Da der Schwerpunkt dieser Kontrollen nahe der niederländischen und belgischen Grenze liegt, erhöht das natürlich die Chancen, eine schnelle Mark Euro zu machen.

Sonntagsfahrverbot

Ob Staus, Unfallzahlen, Abgasemissionen oder Straßenschäden – immer wieder zeigen Öffentlichkeit, Medien und Politiker mit dem Finger auf den Lkw – Fahrer.

Bestes Beispiel ist das Sonntagsfahrverbot: regelmäßig wird in den Medien darüber philosophiert, warum auch am „heiligen Sonntag“ auf Deutschlands Fernstraßen Lkw unterwegs sind.

Aber worauf beruft sich eigentlich diese Kritik?

Es gibt keine aussagekräftigen Erhebungen über die Zahl der erteilten Sondergenehmigungen.
Weder der „Bundesverband Güterkraftverkehr“ noch das „Statistisches Bundesamt“ oder die „Bundesanstalt für Güterverkehr“, auch nicht der „ADAC“ oder das „Bundesverkehrsministerium“ können Angaben nach konkreten Daten machen oder zumindest Schätzungen geben.

Die Zahl der von Ordungsämtern und anderen zuständigen Länderstellen erteilten Ausnahmegenehmigungen wird nicht übergreifend erfasst.
Die Kritik beruft sich demnach auf eine „gefühlte Empfindsamkeit“.

Dabei will ich gar nicht ausschließen, dass die Zahl der Sonntagsfahrer tatsächlich zugenommen hat. Bei dem rasanten Anstieg des Straßengütervolumens ist das nur logisch.
Die Lkw – Fahrer oder „dreisten Spediteure“ die sich die freie Fahrt erkaufen (laut „SAT1 – Automagazin) dafür verantwortlich zu machen, ist aber ein Fehler.

Die willkürliche Vergabepraxis der Ordnungsämter lässt dem Lkw – Unternehmer oft keine andere Wahl als zu versuchen, Sonntagsfahrgenehmigungen zu bekommen.
Erhält der Unternehmer diese Genehmigung nicht bei „seinem“ Ordnungsamt, dann bekommt diese mit Sicherheit der Konkurrent bei seiner zuständigen Stelle.

Die Bereitschaft von Städten und Gemeinden ist groß, bei der Vergabe auch mal „ein Auge zuzudrücken“, spülen doch diese Genehmigungen ein hübsches Sümmchen in die Haushaltskasse.

Sonntagabend 22.00 Uhr

Auch wenn es „lästig“ ist, Sonntagabend um 22.00 Uhr loszufahren: es bleibt einem teilweise nichts anderes übrig.

Aber man muss es positiv sehen – die Strassen sind frei… 🙂

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