Gestresste Fernsehmacher

Auf der Website des Nachrichtensenders „n-tv“ erschien am 21. Juli 2008 ein Beitrag mit der Überschrift „Unterwegs im Land der LKW„.
Was wie ein spannender Bericht über meine Tätigkeit klingt, entpuppt sich als eine immer wiederkehrende Geschichte über „rollende Wände aus dicht hintereinanderfahrenden Lastwagen!

In dieser Geschichte heißt es u.a.: „Auch Staus werden durch den Güterverkehr alltäglicher.

Aha! Es ist also noch nicht bis in die Redaktionsstuben dieses Senders vorgedrungen, dass Staus bereits alltäglich sind.
Nur wann entstehen denn die meißten Staus: zum Berufsverkehr, wenn alle mit dem PKW zur Arbeit fahren.
Weiterhin am Freitag- b.z.w. Sonntagabend, wenn die Pendler unterwegs sind. Dann natürlich am Samstag und Sonntag in der Ferienzeit, wenn für LKW ein Fahrverbot gilt.

Aber es ist natürlich viel einfacher, nach einem einzigen Schuldigen für den täglichen Stau zu suchen…

Nicht zum letzten mal: Thema Parkplatz…

Mittlerweile interessieren sich auch Fernsehsender für dieses Thema. Letzte Woche lief in der „Aktuellen Stunde“ von WDR 3 ein Beitrag über die Parkplatznot.

Befremdlich dabei ist die Meinung eines Autobahnpolizisten aus Köln. Laut seiner Meinung sind Lkw – Fahrer selber daran Schuld, wenn Sie keinen Parkplatz finden. Sie sollten halt früher anfangen, einen freien Platz zu suchen.

Das Problem dabei ist: die Stunden, die ich früher stehenbleibe, fehlen mir den Rest der Woche. Also muss ich meine Fahrzeit voll ausnutzen.
Andere Arbeitnehmer dürfen ja auch nicht früher Feierabend machen, nur weil Sie später vor Ihrer Haustür keinen Parkplatz finden.

Vielleicht war der nette Polizist auch nur nervös, weil er vor einer Kamera stand…

RiCö – Teil 4

Vor einigen Wochen lief auf mehreren TV – Sendern eine Reportage über die Spedition RiCö. Dort präsentierte sich diese Firma als vermeintliches Vorzeigeunternehmen.

Was diese Firma und deren Geschäftsführung wirklich wert war, merkte man in der letzten Woche: geplatzte Schecks, gesperrte Tankkarten, in Zwangsurlaub geschickte Fahrer – Gläubiger und Polizei im Haus.

Alles andere als Vorzeigbar ist die Geschäftsführung: als würde sich die prekäre Lage nicht in Windeseile unter den Lkw – Fahrern und der gesamten Branche herumsprechen, versuchte man die Lage schön zureden.

RiCö ist zu schnell groß geworden, auch Dank einer aggressiven Preispolitik. Die Quittung dafür kam jetzt.

Leidtragende sind die Mitarbeiter, die sich einer ungewissen Zukunft ausgesetzt sehen.