LOMO meldet Insolvenz an

LOMO meldet Insolvenz an!

Nun ja, irgendwie habe ich es schon am Montagvormittag geahnt – denn da kamen die ersten Besucher mit Suchbegriffen wie „LOMO insolvenz“, „lomo bad hersfeld“, „LOMO pleite“ oder „lomo bankrott“ auf diese Seite ( für die Suchbegriffe kann ich nichts 😉 ).

Seit gestern ist es amtlich: Das Mineralölunternehmen LOMO Lorenz Mohr hat Insolvenz angemeldet.

Der Insolvenzantrag ging bereits am 25. Juli beim Amtsgericht Bad Hersfeld ein.
Zum Insolvenzverwalter wurde Rechtsanwalt Kai Dellit aus Erfurt von der Kanzlei Hww Wienberg Wilhelm bestellt. Grund für die Insolvenz ist offenbar eine Überschuldung des Unternehmens.
Dellit zeigte sich jedoch „vorsichtig optimistisch“, dass die mittelständische Firma gerettet werden könnte.

Erste Folge der Insolvenz: Die LOMO-Card wird an Tankstellen ab sofort nicht mehr akzeptiert. Darum können viele Lkw-Fahrer ihre Tankstellen-Rechnungen mit dieser Karte nicht mehr begleichen.

Wer oder was ist eigentlich LOMO?

Die Firma wurde 1892 vom Kaufmann Lorenz Mohr in Bad Hersfeld gegründet und ist mit etwa 415 Mitarbeitern mittlerweile einer der größten privaten Tankstellen-Betreiber Deutschlands. Sie betreibt 16 Autohöfe in Deutschland, Österreich und Ungarn sowie ein europaweites Tankkarten-Geschäft.
Dazu kommt ein Netz von etwa 50 Tankstellen in Hessen und Thüringen.

RiCö – Teil 7

Die Verhandlungen zwischen einem Investor und Ricö sind gescheitert.

Das teilte am Freitagabend Insolvenzverwalter Torsten Gutmann, Partner der Kanzlei Lüders Warneboldt Gutmann mit.
Mit Ausnahme eines einzelnen rentablen Großkundenauftrags wird damit die Geschäftstätigkeit von Ricö eingestellt.

Der Gläubigerausschuss stimmte am Donnerstag der Entscheidung des Insolvenzverwalters zu. Am Freitag wurden die dadurch notwendigen Kündigungen ausgesprochen.

Von den bislang noch beschäftigten 350 Mitarbeitern können derzeit nur 70 weiterbeschäftigt werden, 50 Mitarbeiter zur Erfüllung des rentablen Großkundenauftrags, 20 zur geordneten Abwicklung des Vermögens.

Vor dem Insolvenzantragstellung beschäftigte RiCö 1000 eigene Mitarbeiter, 2000 Mitarbeiter waren bei einer polnischen Tochtergesellschaft angestellt.

RiCö – Teil 5

Bei RiCö geht läuft es erst einmal weiter.
Informationen zum Insolvenzantragsverfahren der Firma RiCö erfährt man hier >>>

RiCö – Teil 3

Gestern hat die Spedition RiCö beim Amtsgericht Osterode Insolvenz angemeldet.
Ricö bestätigte diese Angaben am Nachmittag in einer Pressemitteilung. Der geschäftsführende Gesellschafter Jens Preuß trat zurück. Neuer Geschäftsführer sei der bisherige Ricö-Qualitätsmanager Björn Gröschner, der zum 4. März 2008 seine Tätigkeit aufgenommen hat.

Nach Berichten aus Polen hatten in Osteuropa zuletzt viele Ricö-LKW stillgelegen. Die Fahrer hätten kein Geld mehr zum Tanken gehabt.

Eben diese Fahrer sind nun die Leidtragenden: laut einem Bericht von Polskaweb stehen zig Fahrer noch irgendwo in Drittländern wie Österreich, der Ukraine und Tschechien herum, weil sie wegen fehlender Mittel nicht weiterfahren können.
Familienangehörige der Brummifahrer bitten förmlich in den Foren um Hilfe für Ihre Männer oder Väter, die völlig mittellos irgendwo stehen. „Mein Papa steht in Graz auf einer Tankstelle und hat nichts zu essen und keinen Kraftstoff mehr! Bitte Helft ihm! – schreibt z.B. Justyna Baniak aus Zielona Gora.
Der Vater von Justyna steht schon einige Tage dort, doch wen interessiert das schon in Osterode oder Schopsdorf.

Etwa den Ex- Geschäftsführer Jens Preuß oder seinem Nachfolger Björn Gröschner?