Kaputt in Kassel

Bereits am Montagmorgen gegen 4.30 Uhr war für einen 42 Jahre alten Lkw – Fahrer aus dem Spessart die Woche beendet.
Um diese Zeit bedrohte er an einer Tankstelle in Kassel mehrere Lkw – Fahrer und Polizeibeamte.

Der Mann stellte seinen Lkw an einer für Lkw vorgesehenen Zapfsäule ab – allerdings ohne zu tanken.
Das bemerkte nach etwa 20 Minuten Wartezeit auch ein mit seinem Fahrzeug dahinter stehender 46 -jähriger Lkw-Fahrer aus dem thüringischen Eichsfeld.
Er begab sich dann zu dem 42 – Jährigen und bat ihn, sein Fahrzeug vorzuziehen und die Säule freizugeben. Der 42 – Jährige weigerte sich aber wegzufahren, selbst als ihm der Mann aus dem Eichsfeld schilderte, dass er nur an dieser Säule tanken könne.
Vielmehr sagte er, dass ihm das egal sei.

Nun wurde es noch lustiger: der Eichsfelder ging ein zweites mal zu dem Fahrzeug des 42 – Jährigen – in Begleitung eines dritten Lkw-Fahrers und mit einem Hammer in der Hand.
Aber auch das beeindruckte den 42 – Jährigen nicht. Er zeigte seinen Widersacher aus dem Führerhaus herunter ein Messer mit einer Klingenlänge von etwa 20 cm und sagte, dass er ihn damit aufschlitzen könne.
Der Eichsfelder alamierte daraufhin die Polizei.

Auch gegenüber den nun alarmierten Polizeibeamten vom Revier Kassel-Ost zeigte sich der Mann unkooperativ: so war er zunächst weder bereit seine Papiere vorzulegen, noch das Fahrzeug zu verlassen oder mit den Polizisten ein klärendes Gespräch zu führen.
Im Gegenteil: er drohte nun, einen mittlerweile vor seinen Lkw postierten Streifenwagen zu überrollen, wenn seine Ruhezeit abgelaufen wäre und er dann weiterfahren könne.

Daraufhin leiteten die Polizeibeamten sofort weitere Maßnahmen ein, um ein Weiterfahren des Lkw zu unterbinden und drohten dem 42 – Jährigen darüber hinaus Zwangsmaßnahmen an, wenn er das Fahrzeug nicht verlassen würde.
Schließlich gab der Mann auf und kletterte aus dem Führerhaus.

Er wurde vorläufig festgenommen, sein Führerschein beschlagnahmt. In der Fahrerkabine fanden die Polizeibeamten drei weitere Messer auf.
Unverzüglich durchgeführte Alkohol- bzw. Drogenschnelltests verliefen negativ.

Gegen den 42 – Jährigen wurde ein Ermittlungsverfahren wegen Bedrohung und Nötigung, sowie ein Verfahren wegen Nichtbefolgung von Weisungen von Polizeibeamten eingeleitet. Darüber hinaus wird zu prüfen sein, ob der Mann weiterhin geeignet ist, ein Fahrzeug zu führen.

Polizeireport

Während einer Fahrstunde überrollte ein 21 – jähriger mit einem Lkw in Kitzbühel ein zwölfjähriges Mädchen, daß mit einem Fahrrad unterwegs war.
Das zwölfjährige Mädchen wurde dabei schwer verletzt. Nach der Erstversorgung wurde es in ein Krankenhaus eingeliefert.
Der Unfall ereignete sich während eines Abbiegevorgangs.

Auf der A4 zwischen Dresden und Erfurt prallte ein Lkw auf einen am Stauende stehenden weiteren Lkw. Der Fahrer des Crash-LKW wurde in seinem Führerhaus eingeklemmt und starb noch an der Unfallstelle.
Er wurde nur 21 Jahre alt…

Dieseldieb ertappt

Eine Meldung in einer Zeitung und die Hintergründe:

Die Frau, die den Mann beim Dieselklau beobachtete und erwischte, heißt Tina.

Sie hat sich am vergangenen Sonntagabend auf dem Weg zu Ihren Lkw gemacht. Dort räumte Sie gemütlich Ihre Sachen ein, machte sich gegen 22.00 Uhr auf den Weg zu einer benachbarten ARAL – Tankstelle, um schnell mal 800 Liter Diesel zu tanken.
Anschließend fuhr Sie zur Firmenwerkstatt, die liegt in der Richtung, die Sie später fahren mußte.

Nun hatte Sie Zeit bis gegen 3.30 Uhr: also ab in die Koje und einige Stunden schlafen. Die Vorhänge hat Sie offen gelassen, denn wer läuft nachts schon über das Firmengelände.
Außerdem war es eh dunkel.

Gegen 3.00 Uhr wachte Sie auf. Der Grund waren Motorgeräusche – Sie sah aus dem Fenster und dachte: „Ach, nur ein anderer Fahrer der seinen LKW holt“ und legte sich wieder schlafen.

Zehn Minuten später wurde Sie wieder munter und bemerkte, dass jemand um Ihren Lkw schleicht.
Sie sah wieder nach draußen und dachte: „Warum ist der so nah an meinem Lkw?

Sie stand ganz leise auf, behielt dabei den Außenspiegel im Blick und griff nach Ihrer Kamera.

Dann riß Sie die Tür auf und schoß dieses Foto:

Der Dieb war so erschrocken, dass er weg lief. Aber sein Pkw stand noch da.

Tina in Socken zum Pkw, Schlüssel gesucht der leider nicht steckte. Sie wählte mit einem Handy die 110 und rief anschließend Ihren Chef an.

Dann postierte Sie sich vor der Fahrertür des Pkw. Keine Minute später kam er aus dem Gebüsch, tat so als ob nichts wäre und fragte, was Sie an seinem Pkw macht.
Sie machte Ihm klar, dass Sie weiß, dass er Diesel klauen wollte und er sollte nicht so unschuldig tun.

Dann ging er immer wieder zwischen seinem LKW und dem PKW hin und her. Schlieslich kam er auf Sie zu und wollte wegfahren.
Tina rief laut: „Hilfe, Hilfe!“ Das verunsicherte Ihn und er ging wieder weg. In dem Moment kam Ihr Chef angefahren.

Er stellte ihn zur Rede was das denn soll. Weiter kam er nicht, denn nun traf auch die Polizei ein.

Tina sagte, dass er es war und zeigte die Fotos auf Ihrer Digitalkamera.
Er hatte Kanister, Schlauch und Jacke auf der Flucht weggeworfen. Der Kanister wurde schnell gefunden, nach den anderen Sachen suchte die Polizei am Tage.

Dann klickten die Handschellen und er wurde abgeführt…

Gedanken zur Wochenmitte…

Von dieser Polizistin lässt man sich doch gerne beim im Verkehr leiten:

Vom blasen der Pfeife mal ganz abgesehen… 🙂

Fundstücke Teil VI

Passender geht es kaum:

Raser warten

Hilfe trotz Anzeige

Trotz unangenehmem Kontakt mit der Polizei verhielt sich ein 42-jähriger Lkw-Fahrer aus Griechenland gegenüber den Beamten äußerst hilfsbereit.

Der Brummifahrer wurde am vergangenen Mittwochmittag bei einer routinemäßigen Verkehrskontrolle auf der A 8 von Beamten der Neu-Ulmer Verkehrspolizei beanstandet. Dabei stellte sich heraus, dass der 42-Jährige für den Lkw nicht die notwendige Fahrerlaubnis vorweisen konnte.

Er musste eine Sicherheitsleistung bezahlen und einen Ersatzfahrer organisieren.
Als die zivile Polizeistreife wieder abrücken wollte, verlor ihr Fahrzeug auffällig viel Flüssigkeit.

Sofort kam der zuvor beanstandete Lkw-Fahrer zur Hilfe. Da er ausgebildete Kfz-Mechaniker ist, stellte er schnell fest, dass der Kühler des Polizeiautos defekt war.
Die Beamten mussten ein Ersatzfahrzeug organisieren.

Vermisste Lkw – Fahrer

Im Forum TruckerFreunde.de gab es vor einiger Zeit einen Beitrag, in dem ein Fahrer erst nach Tagen tot im seinen Lkw aufgefunden wurde, obwohl er als vermisst gemeldet war.
Im Forum hat man sich dann darüber beschwert, dass die Polizei nur ungenügend nach dem LKW gesucht hat.

Eine Polizeibeamtin (Charleen) berichtet nun von einem aktuellen Fall, um zu zeigen, dass die Polizei alles mögliche unternimmt, um den Vermissten zu finden und das die Suche nach Vermissten Sie immer wieder an Ihre Grenzen bringt und dass Vermisste leider keine Einzelfälle sind, sondern in unserer heutigen Zeit leider auf der Tagesordnung stehen.

1. LKW-Fahrer, 60 Jahre alt, aus Sachsenh…., unterwegs mit einem weißen LKW MAN SZM Schmitz…, Auflieger mit blauer Plane

(Beschreibung war noch ausführlicher)

2. Auftrag war, in Belgien bei der Fa. Van Hegghen Staal SA am 13.04. Uhr zu laden

3. Gegen 15:00 Uhr fertig mit laden, dann telefonisch bei seinem Chef und seiner Frau um 15 Uhr gemeldet, sollte dann nach

Radebeul zur Fa. Thyssen Schulte

4. dort nicht angekommen

5. Am 14.04. 08, 15 Uhr, durch Ehefrau Vermisstenanzeige erstattet

6. Sofortmassnahmen eingeleitet, u.a. Handyortung

7. Diensthandy keiner abgenommen, Privathandy ging nur noch Mailbox

8. Handy konnte in Belgien geortet werden (Teilnehmer roamt im Netz von Proximus/Belgien) – keine konkreten Angaben

bezüglich des Ortes

9. Einschaltung der belgischen Kollegen

10. LKW und Auflieger am 16.04.08 um 10 Uhr in Evergem aufgefunden

11. Nach Öffnung des LKWs wurde der Fahrer tot in seiner Schlafkoje aufgefunden – Ehefrau benachrichtigt.

Leider ist dieser Vermisstenfall so ausgegangen, die Kollegen hätten der Frau lieber eine gute Nachricht überbracht.

Also macht euch bitte nicht so viele negative Gedanken, die Kollegen sind gerade bei Vermissten sehr sensibel und engagiert bei der Sache.

Danke an Martina (Charleen)!