Wie im wilden Westen…

Folgenden Artikel übernehme ich einmal ungekürzt aus einer Zeitung (Quelle):

Drei Fernfahrer haben sich am Donnerstagabend gegen 20 Uhr in der Raststätte bei Kirchen-Hausen eine Schlägerei geliefert. Ein Trucker landete in der Salatbar, die zu Bruch ging.

Der Grund für die Schlägerei: Zwei Lkw-Fahrer hatten sich darüber geärgert, dass ein dritter, ein 39-jähriger Mann aus Bayern, seinen Lastzug angeblich falsch geparkt hatte. Darum gingen die beiden Männer ins Lokal und fingen mit ihm einen Streit an.

Dieser eskalierte schließlich so sehr, dass einer der beiden Lkw-Fahrer den 39-Jährigen am Kragen packte und vom Barhocker riss.

Der Bayer ließ sich das aber nicht gefallen, nahm vom Tresen ein Bierglas und zertrümmerte dies auf dem Kopf seines Kontrahenten. Jetzt mischte sich der dritte Fahrer ein, er nahm den 39-Jährigen in den Schwitzkasten und warf ihn in die in der Nähe stehende Salatbar. Diese ging zu Bruch, der Bayer trug durch die zerbrochenen Scheiben mehrere Schnittverletzungen davon.

Als zwei Streifenbesatzungen in der Raststätte eintrafen, war von dem Streit nicht mehr viel zu sehen. Der 39-Jährige saß wieder bei Tisch und aß weiter. Die beiden Tatverdächtigen, saßen im benachbarten Raucherzimmer und rauchten. Gegen sie wird wegen gefährlicher Körperverletzung ermittelt.

Den letzten Absatz finde ich gut: Man(n) hat eine Meinungsverschiedenheit, beseitigt diese und Ruhe ist. Schon schmeckt das Essen wieder und auch die Zigarette (danach)… 🙂

Was für ein Prachtbub…

Von Zeit zu Zeit wühle ich mich in einsamen Stunden durch fremd(e)artige Blogs. Es ist schon erstaunlich, was einem da teilweise präsentiert wird.

So entdeckte ich in einem Blog namens „Geschichten aus dem Leben eines Prachtbubs“ folgendes:

Ganz und gar nicht überrascht war ich von der Kundschaft. Es war kurz vor Ladenschluss. Der DKV-Autohof voll mit LKW, um dort zu übernachten. Die Raststätte jedoch wie leergefegt. Die Frage, wo die Trucker waren, erübrigt sich.
Aber, um das Image des Laden nicht zu beschmieren, es waren auch ganz normale Leute da.

Dieser „Prachtbub“ schreibt übrigens über den Besuch eines Sexshops. Das war wohl zuviel für Ihn…

Fair, Unfair, Sanifair

Mittlerweile gibt es diese Sanifaireinrichtungen“ auf deutschen Raststätten schon mehrere Jahre.
Aber noch immer gibt es Reisende, die mit diesem erfrischend anderen WC auf der Autobahn Ihre Schwierigkeiten haben.

So versuchen einige, ohne zu bezahlen durch das blankgeputzte Drehkreuz zu gehen. Die Reaktionen auf den Hinweis der Toilettenaufsicht, doch bitte erst 50 Cent einzuwerfen. sind immer wieder interessant.

So verlassen einige laut schimpfend, andere leise vor sich hinmurmelnd diesen erschreckenden Ort der Abzocke. Selbst der hinterhergerufene Hinweis der Toilettenaufsicht, dass ein Wertbon (auf neudeutsch: Voucher) ausgegeben wird, verhallt ungehört an den grün – blauen Wänden.
Vielleicht übertönt aber auch nur diese seicht dahin plätschernde Hintergrundmusik diesen Hinweis.

Andere wiederum suchen minutenlang in Ihren Taschen nach passendem Kleingeld. Auf die Idee, dass dieser Automat auch als Geldwechsler funktioniert, kommen viele nicht.

Kaum wurde das passende Kleingeld eingeworfen, erscheint das nächste Problem: was macht man mit diesen (bleiben wir bei altdeutsch) Wertbon?
Einige werfen ihn weg, besinnen sich dann aber und denken wohl, dass man ohne diesen Bon die Toilettenanlage nicht mehr verlassen kann und angeln diesen wieder aus dem Müll heraus.
Beim verlassen dieser Anlage versuchen diese Leute, diesen Bon wieder in den „Schlitz“ zu schieben…

Anderen wiederum muß die Toilettenaufsicht (nicht immer bereitwillig) erklären, was man mit diesem Bon alles machen kann (nun ja – eigentlich nur im Shop einlösen).
Lustig die dann oftmals zu hörende Aussage: „Aber ich war doch schon im Shop“!

Zum Ende noch folgende Frage: welchen Straftatbestand erfüllt man eigentlich, wenn man gefundene oder von anderen vergessene Bons selber einlösst?

Parkplatz und kein Ende

Nachts kommt für uns Lkw – Fahrer oft die Stunde der totalen Müdigkeit, da kann man einfach nicht mehr. Dann wird der Wunsch, den Lkw zu parken, endlich in die Koje zu kommen und die Augen zu schließen, übermäßig groß. Das muß nicht unbedingt nach vielen Stunden sein, oft erwischt einen die gefährliche Erschöpfung schon Montagmorgen um zwei.

Doch längst ist die Suche nach einem Parkplatz zu einem Lotteriespiel geworden. Oft muß man mehrere Parkplätze und Raststätten abklappern, um endlich einen halbwegs vernünftigen Standplatz zu finden. Zum einen ist das eine unsägbare Quälerei, zum anderen versaut man sich durch diese Sucherei seine Tachoscheiben oder die Fahrerkarte.

Der Fernsehsender „Deutsche Welle TV“ sendete vor einigen Wochen einen Beitrag über diese Misere. Dieser ist auch für „aussenstehende“ interessant.

Ein erster Schritt…?

Im vorigen Beitrag berichtete ich über dieses “Transitforum Austria – Tirol”.

In eben diesem Tirol entdeckte ich an der Raststätte “Europabrücke” folgendes: dort reserviert man an Wochenenden und Feiertagen auch die Lkw – Stellplätze für Pkw.

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Vielleicht ein erster Schritt zum Transitverbot…?