Gestresste Fernsehmacher

Auf der Website des Nachrichtensenders „n-tv“ erschien am 21. Juli 2008 ein Beitrag mit der Überschrift „Unterwegs im Land der LKW„.
Was wie ein spannender Bericht über meine Tätigkeit klingt, entpuppt sich als eine immer wiederkehrende Geschichte über „rollende Wände aus dicht hintereinanderfahrenden Lastwagen!

In dieser Geschichte heißt es u.a.: „Auch Staus werden durch den Güterverkehr alltäglicher.

Aha! Es ist also noch nicht bis in die Redaktionsstuben dieses Senders vorgedrungen, dass Staus bereits alltäglich sind.
Nur wann entstehen denn die meißten Staus: zum Berufsverkehr, wenn alle mit dem PKW zur Arbeit fahren.
Weiterhin am Freitag- b.z.w. Sonntagabend, wenn die Pendler unterwegs sind. Dann natürlich am Samstag und Sonntag in der Ferienzeit, wenn für LKW ein Fahrverbot gilt.

Aber es ist natürlich viel einfacher, nach einem einzigen Schuldigen für den täglichen Stau zu suchen…

Blöder Wochenbeginn

Ich beende meine Pause, fahre auf die Autobahn und stehe…

Vollsperrung auf der A 9 am Kindinger Berg wegen „Sprengarbeiten“.

Stau

Klar muß so etwas auch gemacht werden – nur warum gerade dann, wenn ICH da drüber fahren muß…?

Gedanken zur Bahn

Laut einem Bericht des Webportals „DerWesten“ sollen Lkw künftig auch für so genannte externe Kosten aufkommen, die durch Stau, Lärm und Umweltschäden entstehen.

Da überrascht es nicht, dass die eifrigsten Befürworter einer neuen Zwangsabgabe für Lastwagen die europäische Eisenbahn-Branche ist.
Der Direktor ihres Dachverbandes CER, Johannes Ludewig, fordert die EU-Kommission zu einer Kurskorrektur auf . „Es ist höchste Zeit, wir müssen raus der Sackgasse.“
Bislang würden Kosten für Umweltschäden, Staus und Lärm von der Allgemeinheit getragen und nicht vom Verursacher.

Weiter fordert er, dass zusätzliche Milliarden-Einnahmen aus dem Lkw-Verkehr in die Modernisierung und in den Ausbau der Verkehrswege fließen müssten, vorrangig in die Schiene.

Also in ein Fass ohne Boden: die Bundesbahn wurde im Verhältnis zum Lkw immer langsamer und inflexibler. Im EU- Durchschnitt sind Waren per Bahn mit der Geschwindigkeit eines mittleren Radfahrers unterwegs – mit 14 Km/h.
Starres Tarifsystem, nicht dem Bedarf angepaßte Fahrpläne, fehlende Rationalisierung und andere Versäumnisse beschleunigten den Niedergang der Bahn.

Das es auch anders geht, zeigt folgendes Beispiel: in der ehem. DDR war per Gesetz festgelegt, daß Gütertransporte über 50 Km mit der Bahn oder dem Schiff zu erfolgen haben. 78% aller Gütertransporte erfolgten per Bahn. Sicherlich würde eine solche massive Begrenzung zu weit führen.

Aber sowohl bei der Bahn, als auch bei der Schiffahrt sind erhebliche Kapazitäten frei.
Studien besagen: zwischen 34 % und 62 % der Gütertransporte könnten Bahntransporte sein.

Brückentag

Kaum ist ein Brückentag angesagt, steht halb Deutschland im Stau:

Stau

Morgen schimpft man wieder über die hohen Spritpreise…