Bisher wird nur geredet

Auch der Landesverband Thüringen des Verkehrsgewerbes (LTV) klagt über zu wenig Lkw-Stellplätze an den Autobahnen.
Die Situation für die Fahrer ist katastrophal„, sagt z.B. LTV-Sprecher Ulrich Hoffmann. In Thüringen fehlen nach seiner Einschätzung etwa 3000 bis 5000 Parkplätze für Lastwagen auf den Autobahnraststätten und Autohöfen. Besonders an den Autobahnen A4 und A9 bestehe Handlungsbedarf.

Hoffmann zufolge ist die gesetzlich vorgeschriebene Ruhepause wegen des Parkplatzmangels kaum noch einzuhalten. Die Gefahr von Unfällen steige, weil viele Lkw-Fahrer in ihrer Not gezwungen seien, die Einfahrten der Rastanlagen zu blockieren oder sich auf den Standstreifen zu stellen.
Die Fahrer steckten in einem Dilemma: Wenn sie weiter suchen würden, drohe ihnen ein hohes Bußgeld, weil sie zu lange unterwegs seien, erläuterte Hoffmann.

Der ADAC Hessen-Thüringen hält die Verkehrssituation an den Raststätten für „sehr gefährlich„. Die Forderung des LTV sei „völlig berechtigt„, sagte ein Sprecher.

Der Verkehrsclub Deutschland (VCD) sieht das natürlich ganz anders. Zwar müssten die Lkw-Fahrer ihre Ruhezeiten einhalten können. Allerdings müsse die Politik dafür sorgen, dass der Güterverkehr auf die Schiene verlagert werde, sagte eine VCD-Sprecherin. Mehr Stellplätze seien da ein falsches Signal.

Laut Thüringer Verkehrsministerium sind einige Rastanlagen vor allem an den Wochenenden ziemlich überlastet, etwa jene am Hermsdorfer Kreuz. Ein Sprecher betonte jedoch, dass momentan zahlreiche Autohöfe in Planung seien.
Experten der Fachhochschule Erfurt hätten eine Studie zum Parkplatzmangel erstellt, die aber noch ausgewertet werden müsse. Das Papier sei an den Bund weitergeleitet worden. Dieser entscheide letztlich, wie viele neue Stellplätze in Thüringen gebaut würden.

Na denn, dann packt endlich an. Geredet wurde genug, jetzt ist bauen angesagt. Auch wenn das alles nur ein erster kleiner Schritt sein kann..

Noch 3 Stunden

Hm, irgendwie ist das Bild unscharf:

Egal, noch 3 Stunden und dann ist Wochenende…

Anwohner und Lkw

Die Anwohner wollen Ihre Ruhe haben, nur wie kommen Lkw zu diesem Werk?

Oder zu diesem Einkaufsmarkt?

keine lkw

keine lkw

Anmerkung: hier geht es um keine starkbefahrene Bundesstrasse, sondern nur um pure Hysterie.
Es gibt keinen „Mautausweichverkehr“ – diese Landesstrasse (L 1016 Mühlhausen/Th. – Eisenach) wird nur vom regionalen Schwerverkehr befahren.

Lkw, die von Eisenach Richtung Mühlhausen müssen, werden schon in Eisenach durch Schilder umgeleitet (über Bad Langensalza), so das diese nicht durch diesen Ort müssen.

Thüringer Tagebücher

Nun fordert eine Thüringer Tageszeitung Ihre Leser auf, ein Tagebuch (neudeutsch: Blog) zu schreiben. Mittlerweile sind es mehr als 60 Leser, die dieser Bitte nachkommen.

Darunter sind Politiker wie der Ministerpräsident, ein Bundestagsabgeordneter der CDU, eine grüne Bundestagsabgeordnete (deren eigener Blog seit Jahren eingeschlafen ist), aber auch prominente Sportler und „gewöhnliche“ Leute.

Einer dieser „gewöhnlichen“ Leute ist Busfahrer. Mal schauen, was er so im Laufe der Zeit an Erlebnissen niederschreibt… 😉

Die Bagger können kommen

Soeben hörte ich in den Nachrichten, dass die A 44 von Kassel in Richtung Thüringen weiter gebaut werden darf.
Das hat das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig heute entschieden. Der Umweltschutzbund BUND ist damit mit seiner Klage gegen das Land Hessen gescheitert.

Hier ist die Begründung des Gerichts >>>

Kurze Transportwege

Wir wollen billige Güter, die teilweise über hunderte von Kilometern quer durch Europa gefahren werden.

Dabei könnte jeder etwas tun, damit dies nicht immer so sein muss – besinnen wir uns doch auf die Produkte aus unserer Region.

Ein Thüringer Mineralwasserhersteller ist jetzt auf „diesen Zug“ aufgesprungen und setzt in seiner aktuellen Werbung auf eben diesen Effekt.

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Vielleicht setzt die nächste Werbekampagne ja auf den Effekt, kurze Wege zum Supermarkt zu gehen und nicht das Auto zu benutzen.