Großbritannien

Was versteht man unter dem „Vereinigten Königreich“, was unter „Großbritannien“?

Das Vereinigte Königreich besteht aus den Landesteilen England, Schottland, Wales und Nordirland. Sein voller offizieller Name lautet Vereinigtes Königreich Großbritannien und Nordirland.

Großbritannien im engeren Sinne umfasst nur England, Schottland und Wales und ist der Name der größten der Britischen Inseln. Nordirland und die Irische Republik bilden die zweitgrößte.

Die Insel Man und die Kanalinseln gehören nicht zum Vereinigten Königreich. Sie haben ihre eigenen Legislativen und Rechtssysteme. Die britische Regierung ist jedoch für ihre Verteidigung und internationalen Beziehungen zuständig.

Im inoffiziellen englischen Sprachgebrauch wird „Britain“ als Synonym für das Vereinigte Königreich Großbritannien und Nordirland benutzt. Im Deutschen verwendet man „Großbritannien“ meist zur Bezeichnung des gesamten Staates.

Das Verhältniss zwischen Deutschen und Engländern

Deutsche sind in England nicht allzu beliebt.
Man sollte sich nicht zu offensichtlich als Deutscher outen. Ausserdem man sollte nichts riskieren, viele Engländer sehen uns heute immer noch als Nazis, weil sie leider oftmals gar kein anderes Bild von uns vermittelt bekommen. Es sind nur wenige daran interessiert, ein sachliches Bild von uns Deutschen zu vermitteln, und vor allem die großen Boulevard-Zeitungen hetzen ordentlich gegen die Deutschen (dort liebevoll oft als „fucking Krauts“ und „Nazis“ bezeichnet, auch das Wort „Blitzkrieg“ fällt öfter… noch Fragen?!?).
Keinen Streit beginnen, sich nicht provozieren lassen!!! Sich im Konfliktfall lieber als Österreicher oder Schweizer ausgeben.

Was sind Bank Holidays und an welchen Tagen sind sie?

Viele Feiertage in Großbritannien sind als „bank holidays“ bekannt, weil die Banken an diesen Tagen geschlossen sind. Die meisten fallen auf einen Montag.

In England und Wales gibt es sechs Bank Holidays: Neujahr, Ostermontag, May Day (der erste Montag im Mai), ein Bank Holiday im Frühjahr (Ende Mai) und einer im Spätsommer (Ende August), sowie der 2. Weihnachtsfeiertag. Außerdem gibt es zwei Feiertage nach dem Gewohnheitsrecht: Karfreitag und der 1. Weihnachtsfeiertag.

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In Schottland gibt es neun gesetzliche Feiertage: Neujahr, 2. Januar, Karfreitag, Ostermontag, May Day (der erste Montag im Mai), ein Bank Holiday im Frühjahr (Ende Mai) und einer im Sommer (Ende August), sowie der 1. und der 2. Weihnachtsfeiertag.

Nordirland hat sieben Feiertage: Neujahr, St. Patrick’s Day (17. März), Ostermontag, May Day (der erste Montag im Mai), ein Bank Holiday im Frühjahr (Ende Mai) und einer im Spätsommer (Ende August), sowie der 2. Weihnachtsfeiertag. Außerdem gibt es zwei Feiertage nach dem Gewohnheitsrecht am Karfreitag und 1. Weihnachtsfeiertag sowie einen Feiertag zum Jahrestag der Schlacht am Boyne (12. Juli).

Wenn gesetzliche Feiertage auf ein Wochenende fallen, werden sie nachgeholt. An manchen Feiertagen, vor allem am 1. Weihnachtsfeiertag, sind Geschäfte, Museen und andere Attraktionen wie historische Häuser oder Sporteinrichtungen geschlossen. Da dies unterschiedlich geregelt ist, empfiehlt es sich, vorher Erkundigungen einzuziehen.

Wie ist die Polizei organisiert?

In Großbritannien gibt es 52 Polizeiabteilungen, die hauptsächlich auf Ortsebene organisiert sind. Die für die polizeiliche Verwaltung Londons zuständigen Abteilungen sind die Metropolitan Police Force und die City of London Police.

Jede Polizeiabteilung in England und Wales ist einer Polizeibehörde, die aus Stadträten, Richtern und unabhängigen Mitgliedern besteht, rechenschaftspflichtig. Seit April 1996 setzt sich die oberste Polizeibehörde in Schottland aus vier gemeinsamen aus Stadträten bestehenden Polizeiausschüssen zusammen. Die für Nordirland zuständige Polizei, die Royal Ulster Constabulary, ist einer unabhängigen, vom Nordirland-Minister ernannten Polizeibehörde rechenschaftspflichtig. Aus historischen Gründen ist der Innenminister für die Metropolitan Police von London zuständig, beratend zur Seite steht ihm ein Ausschuss der Metropolitan Police. Für die City of London Police ist ein Ausschuss der Corporation of London – der Stadtbehörde Londons – zuständig.

In anderen Städten und Kleinstädten wird die Polizei jeweils von einem Chief Constable, dem Deputy Chief Constable und dem Assistant Chief Constable geleitet. Die höchsten Dienstränge der Metropolitan Police von London sind – in absteigender Folge – der Commissioner, Deputy Commissioner, Assistant Commissioner, Deputy Assistant Commissioner und der Commander. Die danach folgenden Ränge sind überall in Großbritannien gleich – Chief Superintendent, Superintendent, Chief Inspector, Inspector, Sergeant und Constable.

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Um die Verbindung zwischen den Bürgern und Polizei aufrechtzuerhalten, gibt es in jeder Polizeibehörde eine Konsultativgruppe; sie besteht aus Vertretern der Polizei, Stadträten und Bürgervertretern. Fast überall macht die Polizei Umfragen, um Informationen über die Meinung der Öffentlichkeit über die Polizei zu erhalten und damit Leistungsstandards für die Polizei zu setzen.

Den Kern der Polizeiarbeit bilden die Constables, die in ständigem Kontakt mit der Öffentlichkeit stehen. Sie patrouillieren entweder zu Fuß oder im Streifenwagen durch die Straßen, geben Hinweise und schreiten bei Störungen der öffentlichen Ordnung ein. Örtliche Ausschüsse zur Verbrechensbekämpfung, die von der Polizei unterstützt werden, identifizieren Probleme, die zu Verbrechen führen können und versuchen, sie durch Aufklärung der Öffentlichkeit zu lösen. Die Polizei beteiligt sich auch aktiv an der Bildung von Nachbarschaftskomitees – „Neighbourhood Watch“, die die Bürger ihres Wohngebietes beim Schutz ihrer Wohnungen beraten und sie ermutigen, ein Auge auf die Häuser in der Nachbarschaft zu haben und Beobachtungen verdächtiger Personen oder Fahrzeuge an die Polizei weiterzugeben.

In Großbritannien gibt es insgesamt 150.000 Polizisten, von denen rund 12 % Frauen sind. Etwa 2.200 Polizeibeamte in England und Wales gehören ethnischen Minderheiten an. Die Regierung hat seit einiger Zeit bestimmte Ziele gesetzt, diese Zahl landesweit zu erhöhen.

Einkaufen und Essen

Die Ladenschlussgesetze sind in GB, so es sie denn gibt (?), absolut flexibel. Auch wenn normale Geschäfte feste Öffnungszeiten haben, sind diese oft großzügiger als in D-Land. Die großen Supermarktketten leisten sich sogar den Luxus von 24/7-Shopping, das heißt, die großen Märkte sind fast die ganze Woche Tag und Nacht geöffnet. Donnerstags um 3 Uhr morgens Lust auf Einkaufen? Kein Problem!
Kostet die Dose Cola bei uns Eur 0,35, so zahlt man in England dafür mind. Eur 0,50. Der Euro ist in England etwa 70 Cent wert, also nix von wegen billig einkaufen! England ist teuer.

Umweltbewusste Menschen werden im englischen Supermarkt die Krise kriegen. Der Engländer kennt nur die Plastiktüte. Sie wird dort beim Enkaufen in rauhen Mengen rausgehauen.
Wollt Ihr mal einen Engländer richtig blöde gucken sehen? Dann packt doch mal Eure Einkäufe in eine Leinentasche. Das nähert wieder des Engländers Vorurteile, dass die Deutschen alle nicht ganz sauber im Kopf sind …

Fasst man den kühnen Plan, ein englisches Restaurant zu besuchen, empfiehlt es sich dringend, vorher reich geerbt oder im Lotto gewonnen zu haben.
Preise, die dem Engländer normal erscheinen, treiben uns das Wort „Wucher“ auf die Lippen. Es kann ohne weiteres passieren, dass Ihr für ein normales Essen Euro 25,00 bezahlen, ohne etwas Besonderes geordert zu haben.

An das Essen selber kann man sich nur schwer gewöhnen. So gibt es z.B. Hamburgerbrötchen mit Speck/Würstchen und wer will auch noch mit Spiegelei.
Das englische Frühstück war früher mal Eggs, Bacon, Baked Beans, Mushrooms etc., heute abgelöst durch eine Mordsauswahl an allen möglichen Cornflakes, Müslis und sonstigen Frühstückscerealien sowie Toast mit Marmelade. Testet Weetabix!

Eine englische Spezialität ist Fish´n Chips, fettiger Backfisch (meist Kabeljau=Cod) mit Pommes. Man muß aber noch viel Salz und vor allem Vinegar drauf machen, damit es Geschmack kriegt.
Aber: Entgegen weitläufiger Vorurteile ernährt sich der Engländer heutzutage eher selten von Fish´n Chips.

So ziemlich das widerlichste, was die Englische Küche jemals hervorgebracht hat, ist Sausages.
Eine schlabberige, fettige Masse im Tierdarm. Muß erst ausgedrückt werden, damit das ganze Fett herauslaufen kann. Danach weiß man, warum so viele Engländer Vegetarier sind! Absolut ekelhaft.

Alles weitere zum Thema Essen erspare ich mir und Euch jetzt doch besser…

Ignoranten behaupten immer noch, in England gibt es kein vernünftiges Bier. Das lasse ich so nicht gelten. Abgesehen von Bitters, die im Prinzip Pilsener mit Mineralwasser sind, kann man die meisten Lager und vor allem die Ales gut trinken, wenn sie kühl sind.
Und nicht wundern, man bestellt im Regelfall ein „pint“ (0,57 l) oder ein „half pint“ of XXX. Dieses pint wurde früher aus dem Bierkeller „gezogen“ (draught) und hatte deswegen Kellertemperatur. Daher kommt das Vorurteil vom warmen englischen Bier, naja, manchmal ist es auch warm… Und englisches Bier hat im Gegensatz zum Bier in Deutschland keine Schaumkrone und wenig Kohlensäure, das Glas wird randvoll gefüllt.

Ein kleiner Tipp: Wenn Ihr irgendwo mal „black pudding“ sehen sollten, probiert es doch mal😉
Was Ihr da esst? Ein leckeres Dessert? Nicht ganz. Kennt Ihr die deutsche Blutwurst?

Gesetze

Was das Rechtssystem angeht, sind wir Deutschen maßlos verwöhnt. Das englische Rechtssystem ist in vielen Bereichen weitaus rigoroser als das deutsche. Was also bei uns höchstens ein Fingerklopfen bedeutet, kann in England weitaus härter geahndet werden.

Höflichkeit

Auch wenn Ihr aus Deutschland kommt: Nehmt wenigstens zur Kenntnis, dass es in England einige Höflichkeitsfloskeln gibt, deren Gebrauch auch heute noch von vielen Menschen erwartet und gern gesehen wird.
Auf eine Ja/Nein-Frage antwortet man „yes, please“ oder „no, thank you“. Man bedankt sich mit einem „thanks, that´s very kind of you“ und sagt lieber einmal mehr „thank you“. „Gern geschehen“ heißt „you´re welcome“.
Diese „Kleinigkeiten“ bewirken eine Menge Gutes, wenn man sie beachtet!

Verkehr

Eines der Synonyme für England: der Linksverkehr.
Erstaunlicherweise sind die Engländer die einzigen Europäer, die steif und fest behaupten, als einzige auf der richtigen Seite zu fahren😉
Trotz allem gewöhnt man sich schnell an den Linksverkehr.

Was bei uns in Deutschland langsam immer mehr Freunde findet ist in England Alltag: der Kreisverkehr, „roundabout“ genannt.
Dieser hat meist zwei Spuren. In einen englischen Kreisverkehr fahrt Ihr links herum hinein!
Die äußere Spur nutzt nur, wenn Ihr sofort bei der nächsten Ausfahrt wieder raus wollt. Andernfalls ordnet Euch zuerst in die innere Spur ein und wechseln kurz vor Ihrer Ausfahrt auf die äußere Spur.
Und man blinkt IMMER und vor allem NUR, wenn man AUS dem Kreisverkehr heraus fährt!

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