Italien

Feiertage in Italien

* 1. Januar Neujahr
* 6. Januar Epiphanias
* März / April Ostern
* 25. April Tag der Befreiung
* 1. Mai Tag der Arbeit
* 2. Juni Tag der Republik
* 15. August Maria Himmelfahrt
* 1. November Allerheiligen
* 8. Dezember Mariä Empfängnis
* 25./26. Dezember Weihnachten

Allgemeine Tipps

Seit 2004 sind alle Autofahrer verpflichtet eine Warnweste im Auto mitzuführen. Diese muss getragen werden, wenn ein Warndreieck bei einer Panne aufgestellt wird. Es ist Pflicht eine Warnweste im Lkw zu haben und wer diese bei einer Panne nicht trägt muss mit 35 Euro Strafe rechnen.

Essen und Trinken

Essgewohnheiten und Essenszeiten in Italien unterscheiden sich in mancher Hinsicht von den in Mittel- und Nordeuropa üblichen.
Das Frühstück wird oft im Stehen an der Theke einer Espresso-Bar eingenommen und besteht nur aus einem Hörnchen oder einem tramezzino, einem weichen, dreieckigen Toastbrot, das mit Thunfisch, Schinken und Käse oder Gemüse belegt ist.
Mittags und abends setzt man sich später zu Tisch als im Norden, zu Mittag frühestens gegen 13 Uhr, am Abend kaum vor 20.30 Uhr.

Buchtipp: Überleben in Italien: …ohne verheiratet, überfahren oder verhaftet zu werden

In aller Regel öffnen Restaurants gegen 12.30 Uhr – die Küche arbeitet oft erst ab 13 Uhr -, und sie schliessen am Nachmittag, nachdem die letzten Gäste gegangen sind. Am Abend erhält man meist ab 19 Uhr Einlass, und auch dann muss man gegebenenfalls die Zeit bis 19.30 Uhr mit Brot, Grissini, Wein und Wasser überbrücken.
In seltenen Fällen schliessen die Küchen bereits um 22 Uhr.

Die fehlende Frühstücksgemütlichkeit ist in gewisser Weise typisch für den mediterranen Raum.
Dafür geraten die beiden Hauptmahlzeiten zu recht ausführlichen und opulenten kulinarischen Ereignissen. Ohne ein mehrgängiges Menü am Tag fehlt dem Durchschnittsitaliener etwas, und die Gastronomen der Stadt erwarten von ihren Gästen, dass sie sich an diese »Regel« halten.
Das Mittagessen (pranzo) dauert daher im Restaurant schon mal eineinhalb Stunden, das Abendessen (cena) auch 2-3 Std.

Der Caffè ist aus der italienischen Lebenskultur nicht wegzudenken – der Genuss dieses Getränks in Restaurants und Espresso-Bars wird im wahrsten Sinne des Wortes zelebriert.
Es gibt mehr als ein Dutzend Zubereitungsmöglichkeiten, deren wichtigste die folgenden sind: Espresso (wird auch einfach als caffè bezeichnet): ein Fingerhut sehr starken Kaffees, der frisch aus der Maschine kommend, möglichst heiss getrunken wird; Caffè lungo: Espresso, der mit der doppelten Wassermenge erstellt wird, also gestreckt und nicht so stark ist; Caffè macchiato: Espresso mit ein paar Tropfen kalter Milch darin; Latte macchiato: aufgeschäumte Milch mit etwas Kaffee darin; Capuccino: Espresso, über den aufgeschäumte heisse Milch gegossen wird; etwas aufgestäubter Kakao gehört für viele dazu; Caffè corretto: Espresso mit einem Schuss Alkohol wie Grappa, Cognac oder auch Likör, etwa Sambuca (Anis); Caffè freddo: eisgekühlter Kaffee, schwarz und gezuckert; Capuccino freddo: eisgekühlter, gezuckerter Milchkaffee.

Polizei

Das italienische Polizeiwesen ist mehrgliedrig und teilweise militärisch organisiert.

Die einzelnen Polizeiorganisationen unterstehen verschiedenen Ministerien oder den unteren Gebietskörperschaften.
Dieses althergebrachte System hat sich aus Gründen der Tradition erhalten, aber auch, um zu verhindern, dass zu viel polizeiliche Gewalt in einer Hand bzw. in einem Ministerium gebündelt wird.

Auf der nationalen Ebene gibt es die zivile Polizia di Stato (Staatspolizei), die dem Innenministerium unterstellt ist.
Sie übernimmt hauptsächlich polizeiliche Aufgaben innerhalb der großen Städte.

Die Staatspolizei wird ergänzt durch die Carabinieri, einer Gendarmerietruppe, die dem Verteidigungsministerium untersteht und nach Weisung des Innenministeriums Polizeidienst versieht, vor allem auch auf dem Land.
Vergleichbare Strukturen finden sich auch in Frankreich (Gendarmerie Nationale) und in Spanien (Guardia Civil).

Daneben verfügt das italienische Finanzministerium über die Guardia di Finanza (Finanzwacht), eine Finanz- und Zollpolizei, die auch Grenzschutzaufgaben übernimmt.
Auf lokaler Ebene gibt es u. a. die Gemeindepolizeien (Polizia Municipale), die sich vorwiegend um den örtlichen Straßenverkehr kümmern.

Das Feuerwehrwesen ist, von wenigen Ausnahmen abgesehen, im nationalen Rahmen organisiert.

Nord / Süd – Gefälle

Charakteristisch für Italien ist die wirtschaftliche Zweiteilung des Landes. Der stark industrialisierte Norden steht dem überdurchschnittlich landwirtschaftlich geprägten Süden gegenüber.

Die großen Wirtschaftszentren Mailand, Turin und Genua, die das sogenannte triangolo industriale (industrielles Dreieck) bilden, sind Teil des europäischen Wirtschaftskernraumes Blaue Banane. Zusammen mit den anderen Wirtschaftszentren im Norden verfügt der Raum einen gut entwickelten Dienstleistungssektor und gehört zu den wirtschaftlich stärksten Gebieten Europas. Südtirol wird als Region mit dem achthöchsten Bruttoinlandsprodukt innerhalb der EU ausgewiesen.

Mittelitalien verfügt über eine florierende Wirtschaft, die auf Unternehmen im Textilsektor und besonders auf Tourismus basiert. Die Arbeitslosigkeit in Nord- und Mittelitalien liegt unter 6 %.

Der Süden des Landes, auch Mezzogiorno genannt, stellt einen der strukturschwächsten Regionen Westeuropas dar. Die Folge daraus sind sehr hohe Arbeitslosenquoten, die für die Jugend Extreme annimmt, eine erhöhte Kriminalitätsrate und nicht zuletzt das organisierte Verbrechen, das besonders in Kalabrien und auf Sizilien die Kontrolle über viele Wirtschaftszweige ausübt.

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